Brainflicks — der Podcast über Psychologie im Film.

BF001: Ein kleines bisschen Horrorshow // A Clockwork Orange

Audio herunterladen: MP3 | AAC | OGG | OPUS

In unserer ersten Episode befassen wir uns mit der Romanverfilmung "A Clockwork Orange" von Stanley Kubrick, einer von Julius' Lieblingsregisseuren. Wo ihr den Film schauen könnt, erfahrt ihr hier.

Alex' Leben ist durch Gewalt, Sex und Drogen gekennzeichnet; zusammen mit seinen "Droogs" begeht er tagtäglich Raubüberfälle, Vergewaltigungen, Schlägereien und andere Delikte, die offenbar nur dazu dienen, seine Lust an der Gewalt zu befriedigen. Im Gefängnis erfährt er von der sog. Ludovico-Methode, einer Art Aversionstherapie, die auf Prinzipien des Klassischen Konditionierens zurückgreift. Auch die Konversions- oder Reparativtherapie zur Behandlung von unerwünschten homosexuellen Neigungen bedient sich teilweise dieser Prinzipien. Anders als beispielsweise zur Behandlung von Alkoholismus wird die Anwendung von Aversionstechniken und anderen Methoden zur "Heilung" der Homosexualität aber zu Recht von Fachgesellschaften abgelehnt. Aufgrund der im Film kritischen Betrachtung der Psychiatrie kann der Film auch als zur antispsychiatrischen Bewegung zugehörig eingestuft werden.

Die besprochene Studie heißt "Youth Violence: What We Know and What We Need to Know" (Bushman et al., 2016) und kann hier abgerufen werden.

Zum Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität und was das mit Aberglaube zu tun hat, könnt ihr hier einen interessanten Blogbeitrag lesen. Hier die Website mit den kuriosen Scheinkorrelationen.


Uns findet ihr bei Twitter: Brainflicks, Christiane & Julius. Auch auf Instagram sind wir vertreten. Gern könnt ihr uns auch auf Letterboxd folgen: Christiane & Julius. Hinterlasst uns gern eure Kommentare im Blog oder in den sozialen Netzwerken. Wenn ihr unseren Podcast mögt, dann schenkt uns doch ein paar Sterne bei Apple Podcasts/iTunes! Danke!


Kommentare

Ergänzung
by Ergänzung on 29. Dezember 2018
https://www.studentenagenten.de/fuer-filmfans-kubricks-uhrwerk-orange-analyse-einer-gesellschaftskritik/ https://m.youtube.com/watch?v=mrxW4G-bU0g Und hier auch der Verweis auf "Das Stanford-Prison-Experiment von 1971 (deutsch: das Stanford-Gefängnis-Experiment) war ein psychologisches Experiment zur Erforschung menschlichen Verhaltens unter den Bedingungen der Gefangenschaft... https://de.m.wikipedia.org/wiki/Stanford-Prison-Experiment
Robert
by Robert on 18. Oktober 2018
Ich wollte dich/euch auf keine Fall angreifen. Mich wundert gerade, das unsere Wahrnehmungen soweit auseinander gehen. Von meinem Gefühl her, kam die Filmografie mindestens 5 mal zur Sprache. Vielleicht ist verschwimmen die Folgen auch in meinem Kopf. Sorry
Christiane
by Christiane on 16. Oktober 2018
Hallo Robert, danke für dein Feedback! Tatsächlich haben beide Filme und beide Protagonisten zahlreiche Parallelen. Immerhin begehen beide am laufenden Band Staftaten, beides sind Romanverfilmungen, beide haben Erzählungen aus dem Off etc. Dennoch legt Clockwork Orange wesentlich andere Schwerpunkte als American Psycho und bietet, ganz anders als dieser, die Möglichkeit, über Behandlungsmethoden zu sprechen. Insofern gibt es im wissenschaftlichen Teil nur sehr wenige Überschneidungen. Trotzdem - wie in der Nullnummer schon bemerkt - möchten wir natürlich nicht nur über die psychische Verfassung der Protagonisten sprechen (auch wenn sich das natürlich meist als erstes anbietet). Daher haben wir für die nächste Sendung auch Filme zur Auswahl gestellt, die sich ganz anderen Themen widmen. Gern kannst du bei Twitter oder hier deinen favorisierten Film kundtun! Bzgl. der Filmographie Kubricks: hier kann ich deine Anmerkung nicht ganz nachvollziehen. Anfangs gibt Julius Hintergrundinfos zu Film und Regisseur, und da gehört die Filmographie nun einmal dazu. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir im Verlauf des Podcasts noch häufiger als nötig darauf zu sprechen gekommen sind. Selbstverständlich möchten wir uns aber stetig weiter verbessern, und wenn du den Eindruck hast, dass es noch weiterer Planung bedarf, dann nehmen wir das ernst und werden weiter an der Strukturierung arbeiten! :) Viele Grüße!
Robert
by Robert on 16. Oktober 2018
Erst einmal danke für diesen schönen Podcast. Die Grundidee und die Umsetzung überzeugen mich. Jedoch sehe ich 2 kleine Schwächen. Erstens ist es vielleicht ein bisschen ungünstig, gleich in den ersten 2 Episoden relativ gleiche Hauptcharaktere (Hauptperson der Filme) zu wählen. Zweites ist die ziemlich häufige Auszählung der Filmografie von Stanley Kubrick. Vielleicht hilft euch mehr Planung, vielleicht ist auch, der von euch benannte Alkohol vor der Sendung schuld. Ich freue mich jedenfalls auf mehr

Neuer Kommentar

Durch das Abschicken des Formulares stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere Personenbezogene Daten. Die Nutzung von deinem echten Namen ist freiwillig.