Brainflicks - der Podcast über Psychologie im Film.

13. Januar 2019 BF007: Der seidene Geduldsfaden // Phantom Thread

BF007: Der seidene Geduldsfaden // Phantom Thread

In Paul Thomas Andersons "Phantom Thread" lernen wir den ebenso brillanten wie anstrengenden Modedesigner Reynolds Woodcook kennen, dem seine Mitmenschen nach der Pfeife tanzen müssen, um nicht Opfer seiner abfälligen Kommentare zu werden. Als er auf die zunächst schüchtern wirkende Kellnerin Alma trifft, bringt diese sein Leben völlig ins Wanken.
Der Film bietet keine abschließende Erklärung, warum sich seine Protagonisten so verhalten, wie sie es tun. Vieles in Reynolds' Verhalten gibt aber Anlass, ihm u.a. eine zwanghafte Persönlichkeitsstörung zu attestieren. Um genau die geht es in dieser Folge. Die vorgestellte Studie befasst sich mit dem emotionalen Erleben bei dieser Störung. Im Wissenschaftslexikon beleuchten wir das Problem der Reaktivität in Studien.

BF006: Let's talk about Sex (Addiction) // Shame

In Steve McQueens "Shame" begleiten wir den sexsüchtigen Brandon, der seine Tage und Nächte mit bedeutungslosen One Night Stands, Callgirls und Pornos füllt. Konfrontiert mit seiner emotional labilen Schwester beginnt für beide eine Abwärtsspirale, die erst im Exzess und anschließend im Krankenhaus endet.
Anhand des Films besprechen wir die Diagnosekriterien der Hypersexuellen bzw. Zwanghaften sexuellen Verhaltensstörung und erläutern die Frage, ob sie eher Impulskontrollstörung oder Verhaltenssucht ist. In der vorgestellten Studie geht es um Internetpornokonsum von Frauen und im Wissenschaftslexikon erklären wir die Big Five-Persönlichkeitsdimensionen.

BF005: Not just sad // Melancholia

Lars von Triers "Melancholia" dreht sich um die beiden Schwestern Justine und Claire, welche auf unterschiedliche Arten auf den drohenden Weltuntergang reagieren. Während Justine die Apokalypse während einer depressiven Episode herbeisehnt, hängt Claire am Leben und wird zunehmend von Trauer und Angst erfüllt. Anhand dieses Films gehen wir auf die Symptomatik der Depression ein und geben Einblicke in Entstehungstheorien und Therapieansätze. Die vorgestellte Studie befasst sich mit der selbstbezogenen Aufmerksamkeit, die bei der Depression vorherrscht, und im Wissenschaftslexikon geht es um Gütekriterien psychologischer Testverfahren.

Herzensfilme #02: Unsere liebsten Romantic Comedies

In der zweiten Folge unserer Reihe "Herzensfilme" sprechen wir in lockerer Atmosphäre über unsere liebsten Romantic Comedies. Falls ihr noch einen Filmtipp für einen verregneten Sonntagnachmittag sucht, dann hört rein!

BF004: Von Außerirdischen, Sprache und Denken // Arrival

In Denis Villeneuves Science Fiction-Film "Arrival" begleiten wir die Linguistin Louise Banks, die im Auftrag der US-amerikanischen Regierung die Sprache kürzlich auf der Erde gelandeter Aliens entschlüsseln soll, um so die Frage zu klären, warum diese hier sind. Während sie Fortschritte beim Verstehen der Wesen macht, entwickelt sie Visionen, deren Sinn ihr erst im Verlauf bewusst werden. Die Sprache der Aliens scheint zunehmend auch ihr Denken zu beeinflussen. Anhand dieses Films erklären wir verschiedene Ansätze zum Zusammenhang zwischen Sprache und Denken. In der Studienvorstellung geht es um die Frage, welche Rolle das grammatikalische Geschlecht auf die Bewertung von Wörtern hat. Und im Wissenschaftslexikon stellen wir das ABCDEF-Modell von Tinbergen vor.

BF003: Crazy little Thing called Love // (500) Days of Summer & Call me by your Name

Zwei Filme, die unterschiedliche Facetten der Liebe illustrieren, sind diesmal das zentrale Thema unserer Folge. Zunächst besprechen wir die Romantic Comedy "(500) Days of Summer", die die unglückliche Beziehung zweier Menschen thematisiert, die nicht füreinander bestimmt sind. Im Drama "Call me by your Name" hingegen wird die erste Liebe erwidert, doch die Umstände machen das langfristige Ausleben der Liebe unmöglich. Anhand dieser Filme erklären wir, wie man die Facetten der Liebe aus psychologischer Sicht charakterisieren kann und welche neurobiologischen Prozesse verantwortlich dafür sind. In der besprochenen Studie geht es darum, welche Strategien besondern hilfreich dabei sind, Liebesgefühle nach einer Trennung loszuwerden, und im Wissenschaftslexikon geht es um das EEG.

Herzensfilme #01: Unsere Lieblingsfilme

In der ersten Folge unserer Reihe "Herzensfilme" besprechen wir in lockerer Atmosphäre, ohne viel Vorbereitung und gespickt mit Anekdoten, unsere persönlichen Lieblingsfilme. Dabei geraten wir nicht nur ins Schwärmen, sondern verdrücken auch die ein oder andere Träne. Naja, so ist es halt, wenn man über Herzensfilme spricht.

BF002: Der Geist in der Maschine? // Ex Machina

Dieses Mal beschäftigen wir uns mit dem Science Fiction-Thriller „Ex Machina“ von Alex Garland. In dem Kammerspiel beobachten wir Caleb, der durch einen abgewandelten Turing-Test herausfinden soll, ob die Androidin Ava ein Bewusstsein, und damit wahrhaftige Emotionen, Empathie und ein moralisches Empfinden besitzt. Avas Erschaffer, Nathan, scheint jedoch mehr an Calebs Gefühlen Ava gegenüber und nicht an seiner rationalen Einschätzung der künstlichen Intelligenz interessiert zu sein.
Anhand dieses Films erklären wir, wie weit die tatsächliche Forschung mit der Entwicklung künstlicher Intelligenzen und eines künstlichen Bewusstseins ist und welche Probleme bei der Wahrnehmung künstlicher Charaktere auftreten können (Stichwort Uncanny Valley). Zuletzt erklären wir, was eigentlich ein psychologisches Experiment ist.

BF001: Ein kleines bisschen Horrorshow // A Clockwork Orange

In unserer ersten Folge besprechen wir "A Clockwork Orange" vom legendären Regisseur Stanley Kubrick. In der Romanverfilmung geht es um den Teenager Alex DeLarge, dessen Tage ausgefüllt sind mit Gewalt, Sex, Drogen und Beethoven. Als er jedoch die Konsequenzen für seine Vergehen zu spüren bekommt, unterzieht er sich freiwillig einer Methode, die ihn zum "guten Bürger" machen soll. Anhand dieses Beispiels erklären wir, was es mit der Aversionstherapie auf sich hat und auf welcher Lerntheorie diese basiert.
Im wissenschaftlichen Teil gehen wir der Frage nach, welche Risikofaktoren mit Jugendgewalt im Zusammenhang stehen, und wir erklären den Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität.