Brainflicks — der Podcast über Psychologie im Film.

BF003: Crazy little Thing called Love // (500) Days of Summer & Call me by your Name

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In unserer dritten regulären Folge geht es um die beiden Filme "(500) Days of Summer" von Marc Webb und "Call me by your Name" von Luca Guadagnino.

Im ersten Film wird uns die kurze Beziehung von Tom und Summer geschildert, die - wie wir gleich zu Beginn erfahren - kein glückliches Ende nimmt. Ein Hauptproblem der beiden ist die fehlende Bereitschaft Summers, eine ernsthafte Beziehung zu Tom einzugehen, während dieser sie mit seiner Liebe fast erdrückt. Ganz im Gegensatz dazu fokussiert der zweite Film auf dem berauschenden Gefühl des Verliebtseins, das sich einstellt, wenn die Liebe erwidert wird. Doch je intensiver die Liebe, desto schmerzhafter die Trennung, wie Elio und Oliver am eigenen Leib erfahren müssen.

Die beiden Filme porträtieren somit unterschiedliche Beziehungen mit unterschiedlichem Haltbarkeitsdatum. Woran das liegen könnte, kann man gut anhand der Triangular Theory of Love von Robert Sternberg beschreiben. Psychologen wie Helen Fisher vertreten die Auffassung, dass die Liebe im Gehirn wie eine Droge wirkt. Die "Partner Addiction Hypothesis" beschreiben auch Burkett und Young aus einer psychopharmakologischen Perspektive.

Die besprochene Studie heißt "Down-regulation of love feelings after a romantic break-up: self-report and electrophysiological data", ist von Sandra Langeslag und Michelle Sanchez (2017) und ist hier frei verfügbar. Weitere Hinweise, wie man mit Liebeskummer umgehen könnte, gibt es in diesem ebenfalls frei verfügbaren Review.

In der Studie wurde auch die Elektroenzephalografie (EEG) angewendet, über die wir noch kurz sprechen.


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Kommentare

FloW
by FloW on 25. Juni 2019
Ich hörte grade diese Folge und musste dann direkt nochmal den Vater-Sohn Dialog am Ende angucken. Und tatsächlich komme ich zur gleichen Interpretation wie Julius, dass der Vater auch mal romantische Gefühle für einen Mann hatte. Er sagt z.B.: Wo er aufwuchs, würden die meisten Leute hoffen, dass die ganze Sache vergeht und beten, dass ihr Sohn wieder auf die Füße fällt. Aber er sei nicht so ein Vater. Und er erwähnt, dass er zwar nah dran war, aber nie dass hatte was die beiden hatten. Dazu noch der Kommentar, dass seine Frau wohl eher nichts davon weiß. Das sind einige ziemlich stimmige Indizien, finde ich, die in eine Richtung weisen. Hinzu kommt die offen liberale Einstellung des Vaters zu Homosexualität, die auf beim Umgang mit dem befreundeten Männerpaar zu sehen ist, die einmal zum Essen zu Besuch ist.

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